Said El Mala will offenbar nicht vom 1. FC Köln zum FC Brentford wechseln. Die Geißböcke hoffen weiter auf einen Millionenregen. Wie geht es nun weiter? Alles schien auf den Weg gebracht: Der 1. FC Köln hatte mit dem FC Brentford über einen Transfer von Said El Mala verhandelt. In der entscheidenden Frage der Ablöse wurde man sich einig: 45 plus fünf Millionen Euro wären die Engländer bereit, für den 19-Jährigen zu zahlen. Doch dazu kommt es zunächst nicht. Am Donnerstag wurde bekannt, dass El Mala – oder genauer gesagt, die Familie El Mala – dem englischen Premier-League-Club abgesagt hat. Wie geht es nun weiter mit dem Ausnahmetalent? Woran hakt ein Transfer? Und wie agieren die Verantwortlichen? Eine Übersicht. 1. FC Köln: Alle Meldungen im Newsblog Tausende Fans betroffen: FC kündigt Dauerkarten-Verträge Was will der 1. FC Köln? Die Verantwortlichen des 1. FC Köln haben klar definiert: Unter 50 Millionen Euro soll El Mala den FC nicht verlassen. Das gilt für jeden Club, ob aus der Premier League oder aus der Bundesliga. Egal, ob Bayern, Dortmund, Brentford, Brighton oder Chelsea – diese Summe plus Weiterverkaufsbeteiligung muss erreicht werden. Weil die Geißböcke einen wasserdichten Vertrag mit dem Spieler bis 2030 ohne Ausstiegsklauseln haben, sitzt der FC in der Verhandlung am längeren Hebel. Ist man sich beim FC einig? Nein. Die Geschäftsführung rund um Sportchef Thomas Kessler will den Deal, entscheidet aber nicht final. Beim FC müssen Verträge in dieser Größenordnung vom Gemeinsamen Ausschuss genehmigt werden. Und die Geschäftsführung gehört diesem Gremium (drei Vorstände, zwei Mitgliederräte, ein Aufsichtsrat, ein Beirat) nicht an. Eine Mehrheit in diesem siebenköpfigen Gremium für einen Verkauf gilt zwar als wahrscheinlich. Einig ist man sich aber nicht. Insbesondere Präsident Jörn Stobbe ist für einen Verbleib des Spielers, um sportlich wettbewerbsfähig zu sein und um 2027 womöglich noch mehr Geld einnehmen zu können. Was will El Mala? Diese Frage ist kompliziert. Aus dem Geißbockheim ist zu hören, dass Said El Mala sich schon auf einen Transfer eingestellt hat. Doch der 19-Jährige entscheidet nicht alleine. Seine Eltern haben die Beratung des Spielers übernommen und äußern sich dem Vernehmen nach meinungsstark, was für den Youngster der beste sportliche Weg sein könnte. Brentford wurde nun offenbar als nicht optimal eingestuft. Finanziell hätte El Mala ausgesorgt. In Brentford hätte er mit einem Fünf- oder Sechsjahresvertrag garantiert rund vier Millionen Euro jährlich verdient. Also über 20 Millionen Euro. Welche Rolle spielt Bruder Malek? Malek El Mala spielt in der U21 der Geißböcke und ist bislang immer mit Said zusammen von einem Verein zum nächsten gewechselt. Die Brüder sind sehr eng verbunden, leben in einer gemeinsamen Wohnung, verbringen gerade auch den Urlaub zusammen in Griechenland. Im Sinne der Familie wäre, dass Malek mit Said zum nächsten Club wechselt. Das Problem bei der Premier League: Weil Großbritannien nicht in der EU ist, hätte Malek Probleme, ein Arbeitsvisum zu erhalten. Für Fußballer gelten dort strenge Regeln. Womöglich könnte ein Transfer nach England also daran scheitern, dass Malek nicht mit Said zusammen wechseln darf. Fazit Nichts ist entschieden. Die FC-Verantwortlichen geben sich nach außen gelassen, wissen aber: Der Transfer des Spielers würde eine Rekordablöse in die Vereinskasse spülen. Die weiteren Kaderplanungen können von dieser Summe nicht unabhängig vorgenommen werden. An El Mala hängt daher bei den Geißböcken fast alles. Bleibt er oder geht er? Muss der FC auf das Geld verzichten, behält den Stürmer dafür sportlich? Oder bekommt der Verein sehr viel Geld, muss den Stürmer und seine Tore dafür aber ersetzen? Eine schwierige Situation, die nicht einfacher wird, indem die Familie El Mala im Hintergrund nicht klar benennt, was sie will.